Posts mit dem Label ARD werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label ARD werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 19. Juni 2009

Politische Satire, ja?



Mathias Richlings Scheibenwischer-Nachfolger Satire Gipfel ist so etwas wie das intellektuell-politische Feigenblatt der ARD. Er soll wohl dem Eindruck vorbeugen, unter Unterhaltung könne man sich im öffentlich-rechtlichen so gar nichts anderes als Volksmusik und Blödel-Quizshows mehr vorstellen.

Blöd nur, wenn sich wie in der gestrigen Folge Fauxpas einschleichen, die die Sendung dort, wo Scheibenwischer einfach nur nicht lustig sein konnte, auf peinliche Weise billig gemacht wirken lassen. Dabei hätte das Fettnäpchen, in dem Richling zu Beginn des Gipfels herumwatete, jedem, der während des Europawahlkampfes in Deuschland verweilte, hätte auffallen müssen.
Gerade war er dabei, über die SPD herzuziehen, was ja mittlerweile ungefähr so ist, wie auf einen Boxer einzudreschen, der schon seit drei Runde bewusstlos in den Seilen hängt, als er auf die Euro-Kampagne der Partei zu sprechen kam: Unter dem Slogan könne sich doch keiner was vorstellen, "Wir in Europa", was soll das denn sein, dieses wir, kann man das kaufen?

Wen die Frage wirklich interessiert, der kann ja mal bei der CDU nachfragen. Deren Kampagne war das nämlich. Und nicht die der SPD.
Dass Richling das nicht wusste, als er sich sein Programm ausdachte oder nicht bemerkte, als er es von seinem Schreiberling vorgelegt bekam wirft ein kein gutes Licht auf seine Kompetenz in Sachen aktuelle Politik. Als Leiter eines Gipfels für politische Satire sollte das eigentlich ein bisschen anders ausschauen.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Pilawas große Weltreise: Schöne Grüße aus dem malerischen Niveau-Tal

Seit dem 10. Juli verwöhnt uns die ARD für drei Donnerstage mit Pilawas großer Weltreise, wie der Name verrät präsentiert von Günther Jauchs schlechterem Zwillingsbruder. Schon das Format lässt dabei jegliche Fantasie vermissen, wie beim Promiminigolf und der Naturwundershow sitzen eine Menge B-Prominenter herum, die dieses Mal an Multiple-Choice-Fragen zu den unterschiedlichsten Ländern mittlere Zurechnungsfähigkeit beweisen.
Das will man schonmal eher nicht anschauen respektive mit seinen Gebührengeldern finanziert wissen.

Der Grund, warum die Große Show der Naturwunder in Ordnung geht und Pilawas Krampf nicht, ist folgender: Bei Ersterem stellt sich durch die Fragen und Beiträge noch ein gewisser Lerneffekt ein, während selbiger, soweit bei Pilawas großer Weltreise vorhanden, zunichte gemacht wird durch eine wahre Schwemme von flachen Klischees, mit denen die Show an allen Ecken aufwartet. Beim Thema Brasilien kommt man ums Verrecken nicht um halbnackte Sambatänzerinnen herum, die zu hinlänglich bekanntem pseudo-brasilianischem Popmüll mit den Hintern wackeln, zu Dubai fällt nichts interessanteres wie Mega-Einkaufszentren ein und eine Frage zur Türkei lädt zu Spekulationen über die Kleiderordnung in Moscheen ein. Die Redakteure des Ersten haben es konsequent vermieden, neuen Boden zu betreten und damit jede Chance ausgemerzt, dass unsereins hinterher mehr wissen könnte als zuvor.

Ob es der imaginäre Auslandsaufenthalt ist oder Folgen von Pilawas dummem Gequatsche, die Online-Leute von DasErste.de scheinen auch schon die ersten Spuren davongetragen zu haben: